Projektbereich Versorgungsepidemiologie
Leitung
Dr. rer. medic.
Informationen
Die Versorgungsforschung, deren Tradition in Deutschland wesentlich jünger ist als beispielsweise in den USA, lässt sich in Grundlagenforschung und Anwendungsforschung unterteilen. Die theoretische Forschung untersucht das Versorgungssystem und liefert die Methoden, die anwendungsorientierte Forschung evaluiert die Versorgungssituation und entwickelt, implementiert und begleitet Konzepte der patientenorientierten Versorgung.
Die Versorgungsforschung verbindet die klinische Forschung mit dem Versorgungsalltag: Während klinische Forschung die Wirksamkeit von z.B. Interven-tionen unter möglichst idealen Studienbedingungen beobachtet, werden hier Wirkun-gen unter den Bedingungen der medizinischen Wirklichkeit im Hinblick auf die Effizienz untersucht.
Ziel der Versorgungsforschung insgesamt ist es, die Patientenorientierung, Qualität und auch Wirtschaftlichkeit der Gesundheits- und Krankenversorgung kontinuierlich zu verbessern.
Die Versorgungsepidemiologie beschreibt und analysiert die Aspekte der Versorgungssituation (Strukturen, Prozesse und Leistungen) und Ihren Einfluss auf Ergebnisparameter wie Lebenserwartung, Lebensqualität, usw. Der Patient, als Empfänger der Versorgungsleistung, steht im Mittelpunkt.
Der Projektbereich Versorgungsepidemiologie des Instituts für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (IMIBE) befasst sich mit den Ursachen und Wirkungen in diesen Bereichen.
Die Projekte, klinische Studien sowie populationsbasierte Erhebungen, weisen einen hohen Praxisbezug auf. Die interdisziplinäre Beteiligung befördert den Transfer der Erkenntnisse. Neben der Bearbeitung eigener wissenschaftlicher Fragestellungen werden Projekte mit versorgungspraktischem Schwerpunkt von der Planung und Durchführung bis zur Auswertung in Kooperation mit internen und externen Partnern (medizinisch-wissenschaftliche und andere Mitwirkende im Gesundheitswesen) durchgeführt.
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