DFG-Projekt: Zeitabhängigkeit von Effekten der Luftverschmutzung auf Entzündungsmarker und ihre Rolle als intermediäre Faktoren bei der koronaren Arteriosklerose

Beteiligte Wissenschaftler


• Dr. Barbara Hoffmann MPH
• Dipl.-Soz. Anja Viehmann
• Dipl.-Stat. Sabine Hertel
• Dr. rer. medic. Michael Nonnemacher

Kooperationspartner: Rheinisches Institut für Umweltforschung an der Universität zu Köln (RIU)

Dr. Michael Memmesheimer, Dr. Hermann Jakobs
Dauer: 2008-2011
Finanzierung: DFG, JO 170/8-1


Epidemiologische Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen erhöhten Feinstaubkonzentrationen (PM) und kardiovaskulärer Morbidität und Mortalität. Ein plausibler Mechanismus für diesen Zusammenhang ist die Induktion eine systemischen Entzündungsreaktion. Es bestehen bisher nur wenige Hinweise für eine Beziehung zwischen PM und Entzündungsmarkern. Einige Studien zeigen Kurzzeiteffekte auf C-reaktive Proteine (CRP) und Fibrinogen, andere fanden keine konsistenten oder nur schwache Beziehungen. In zwei Studien wurde ein stärkerer Zusammenhang mit länger zurück liegenden PM-Expositionen gesehen, was auf eine mögliche Kumulation der Effekte hindeutet. Epidemiologische Studien zeigen weiterhin stärkere Effekte für verkehrsbedingte PM auf die kardiovaskuläre Morbidität. In dieser prospektiven Kohortenstudie mit Rekonstruktion der Exposition soll der zeitliche Zusammenhang zwischen verschiedenen Luftschadstoffen und Entzündungsmediatoren einer Koronararteriosklerose und die mögliche intermediäre Rolle dieser Entzündungsmarker in der Beziehung zwischen Luftschadstoffen und Koronarverkalkung untersucht werden.